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Schon Altmeister A. Kostolany berichtete von den wenigen "Gescheiten" und vielen "Dummköpfen" auf dem Börsenparkett. Er beschreibt damit in einfacher Form das Verhalten der meisten Börsenteilnehmer, die gleich einem Herdentrieb nach bestimmten Vorgaben geschlossen Papiere kaufen und verkaufen.

Die cleveren Anleger haben schon gekauft, bevor die Empfehlung ausgesprochen wurde und verkaufen, wenn die Masse der Börsianer in eine Aktie einsteigt. Durch den Run auf ein Papier wird der Kurs positiv beeinflusst, aber nach diesem Ansturm ist die Entwicklung der Aktie vorerst ausgereizt, weil dann die Käufer fehlen, um den Kurs weiter nach oben zu treiben. Die Profis arbeiten in diesem Zusammenhang mit Trend – und Stimmungsindikatoren.

Während Trendindikatoren über die Kräfteverhältnisse und Tendenzen Auskunft geben, sorgen Stimmungsindikatoren für feinere Informationen über die derzeitige Gemütslage der Investoren und Ihre Erwartungen für die nahe Zukunft. Ein entscheidendes Konzept in der Börsenpsychologie ist die gegensätzliche Meinung.
Hier geht man davon aus, dass die Masse der Anleger eigentlich nie richtig liegen kann, denn die meisten Anleger reagieren aufgrund von Berichten in der Presse, Börsendiensten und Meinungsführern. Wenn eine Nachricht aber schon so bekannt ist, dass sämtliche Börsenteilnehmer entsprechend handeln können, ist diese Nachricht im Grunde nichts mehr wert, weil sie dann kurzfristig schon in die Entwicklung der Börse integriert wurde.

Mit dem Konzept der gegensätzlichen Meinung erreichen Investoren in Krisenzeiten die beste Wirkung. Ein erneuter Einstieg ist jedoch nur zu empfehlen, wenn auch andere Indikatoren eine Wende signalisieren, denn trotz empirischer Beobachtungen können einzelne Extreme noch übertroffen werden. Aktienkäufe aufgrund von Meldungen in Zeitungen, TV Magazinen o.ä. sind nicht zu empfehlen, weil sich dann eben viele Anleger in der Hoffnung auf die Papiere stürzen, einer Empfehlung vermeintlicher Experten folgen zu müssen. Gerade diese Experten verursachen jedoch eine großen Teil der Kursentwicklung erst durch Ihre Berichterstattung. Profis kaufen schon bei den ersten Anzeichen eines Gerüchtes und verkaufen, wenn sich die Erwartungen bestätigt haben und dann die Masse der Anleger einsteigt.

Börsendienste wie Binary24.de fungieren hier als Multiplikatoren einer positiven - sowie negativen
Entwicklung. Die Verfasser arbeiten nämlich auch mit Nachrichten und Meldungen aus den Unternehmen, welche in einer kurzen Zusammenfassung den Lesern bzw. Hörern oder Zuschauern präsentiert werden. Die daraus resultierenden Empfehlungen sorgen dann für rasche Käufe bzw. Verkäufe der jeweiligen Papiere und somit für steigende /fallende Kurse.

Da die Masse der Anleger auf solche Tipps reagiert, kann sie langfristig nicht richtig
liegen, weil immer zu relativ ungünstigen Kursen gekauft bzw. verkauft wird. In den USA müssen z.B. nur die Investmentbanken Morgan Stanley und Prudential Bache ein Papier von "Kaufen" auf "Halten" setzt und der Kurs sinkt unweigerlich, da solche Institutionen die Meinungsführerschaft besitzen. In den USA bezeichnen Profis Ihre Strategie mit dem Begriff "smart money" (cleveres Geld). Man ist also bereits investiert, wenn die Dienste spezielle Papiere anpreisen und verkauft möglichst auf dem Höhepunkt des Ansturms auf die jeweilige Aktie. Ebenso investiert man in Perioden der absoluten Depression an den Börsen (wie z.B. zu Beginn der achtziger Jahre in den USA, oder nach dem sensationellen Crash 1929). "Smartmoney" ist also nach dem Gesetz der gegensätzlichen Meinung immer im Markt, wenn sich die anderen Anleger enttäuscht zurückgezogen haben und bleibt langfristig engagiert.

Trotz der zum Teil enormen Schwankungen der Märkte und nervenaufreibender Berg und Talfahrten einiger Aktien lohnt sich die Investition in solche Wertpapiere. Um dies zu simulieren empfeihlt sich ein Demokonto. Die meisten großen Vermögen in den USA wurden mit Hilfe der Börse kreiert und gefestigt. Ein Blick in die Vergangenheit hilft, die wahren Chancen der Teilnahme am wirtschaftlichen Ertrag vieler Firmen zu erkennen: Der Dow Jones Index wurde etwa vor 100 Jahren eingeführt und notierte damals 41 Punkte. Heute verzeichnet dieser Index über 11 000 Punkte!